KITESPOTS AUF SARDINIEN

 

Auf Sardinien gibt es viele Kitespots, die bei unterschiedlichen Winden funktionieren. Irgendwo gibt es immer Wind, teilweise muss man dafür aber mehrere Stunden fahren. Wer mit dem Flugzeug anreist und nicht ständig die halbe Insel zum Kiten überbequeren möchte, sollte sich zwischen der Region um Porto Pollo im Norden und der Region um Punta Trettu im Süden entscheiden. Hier könnt ihr in unter 2 Std. viele Spots erreichen, die alle Windrichtungen abdecken. Die Reihenfolge der Spots ist daher von Nord nach Süd geordnet.

 

PORTO POLLO

 

Windrichtung: NW-W, NO-O

Porto Pollo ist der nördlichste Kitespot auf Sardinien. Die alte Windsurfer Hochburg hat auch die Kitegemeinde angezogen. Durch die Meerenge gibt es hier oft mehr Wind als angesagt und insgesamt hat man hier die meisten WIndtage auf Sardinien. Der Spot besteht auf zwei Buchten, die durch eine kleine, vorgelagerte Insel getrennt werden. Die westliche Seite ist den Windsurfern vorbehalten, auf der östlichen Seite darf gekitet werden. Der Sandstrand bietet genug Platz zum starten. Das Wasser wird sofort tief und es gibt kein Stehrevier. Richtig gut funktioniert der Spot eigentlich nur bei Nordwest und Ost. Hier wird das Wasser zwar sehr kabbelig aber der Wind ist konstant. Bei den anderen Windrichtungen wird der Wind sehr löchrig und andere Spots funktionieren deutlich besser.

 

STINTINO

 

Wind: N – SO

Stintino ist etwas abgelgen von allen anderen Spots im Nordwesten. Es ist ein typischer Badeort. Das gut ist, dass man fast den ganzen Strand entlang bis “Porto Torres” einsteigen kann. Das macht es zu einem Tip für die Sommermonate. Hier findet man immer einen Fleck ohne Badegäste. Das Wasser wird schnell tief, das Wasser ist aber auch eher kabbelig und eine kleine Welle bricht ganz vorne am Strand. Sollte für jede Könnerstufe machbar sein.

 

VALLEDORIA

 

Wind: NW – N

Valledoria ist ein absolutes Highlight. Hier liegen Flachwasserpiste und eine schöne Brandung nur wenige Meter nebeneinander, denn hinter dem Strand hat sich eine kleine Lagune gebildet. Teilweise kann man bei hohen Wasserständen direkt vom Meer in die Lagune fahren. Der Shorebreak kann, besonders bei viel Wind, extrem werden. Da der Wind meist Sideonshore kommt und die Wellen sehr weit vorne brechen ist der Spot nur bei kleineren Wellen (1-2m) zum empfehlen. Danach wird es einfach  nur ein durcheinander. Die Lagune ist wirklich sehr klein und eignet sich in meinen Augen nur für Fortgeschrittene, da man die anderen Kiter sonst schnell stört oder behindert. Wenn es morgens noch leer ist, eignet es sich aber durchaus zum üben. Man sollte nicht zu dicht an die Felsen fahren, da der Wind hier ordentlich verwirbelt.

 

MARINA DELLE ROSE

 

Wind: NO – SW

Der hinter ein paar Pinienbäume verstecke Strand “Spiaggia Naracu Nieddu” bietet ideale Bedingungen für Wavekiter. Bei Wind aus Westen werden die Welle recht hoch bei Nordwest (Sideshore) ist es ideal. Der Spot ist meistens recht leer und es gibt genug Platz für schöne Turns.

 

SAN TEODORO

 

Wind: NO – S 

San Teodoro gewinnt in jedem Fall den Preis für den schönsten Spot. Traumhaftes Panorama und ein flach abfallender Sandstrand der die ersten Meter Türkis aussehen lässt sorgt für ein bisschen Karibik-Feeling. Sobald der Wind einen Einschlag aus Süd bekommt nimmt er etwas zu, je südlicher er wird, desto stärker. Dafür sorgen die Berge. Das Wasser wird schnell kabbelig, es bildet sich aber keine richtige Welle. Wenn der Strand nicht gerade von Badegästen überfüllt wird, hat man viel Platz. Daher ist es auch gut für Anfänger geeignet. Wer Flamingos sehen möchte, kann dies in der Lagune hinter dem Meer machen. Einfach mal gucken. In der Hauptsaison darf nur in der Mitte des Starndes bei “Marco’s Kitestation” gestartet werden. In der Nebensaison geht es dort wo Platz ist. 

 

LA CALETTA

 

Wind: N – SW

La Caletta liegt etwas südlicher von San Teodoro und ist von den Bedingungen ähnlich, nur das hier die Düse aus Süd nicht so stark ist. Außerdem wird es schneller tief, daher ist der Spot sehr gut zum Foilen. Es ist etwas leerer hier und eine gute Ausweichmöglichkeit für San Teodoro.

 

MUSEDDU

 

Wind: N – S

Zwischen den Parkplätzen am “Spiaggia di Museddu” und “Spiaggia di Perd’e Pera” erstreckt sich ein schöner Sandstrand an dem gekitet werden darf. Wenn ihr in Museddu an den Strand fahrt, empfängt euch ein Surfbrett. Es gibt genügend Platz für viele Kiter, besonders bei Sideshore (N,S) wird es hier nicht eng. Der Strand fällt steil ab, der Spot ist also tief und daher wieder prima fürs Hydrofoil geeignet. Bei seitlichen Winden ist der Spot auch gut für Anfänger, da die Wellen hier sehr klein ausfallen und kaum jemanden vom Brett reißen dürften.

 

FONTANAMARE

 

Wind: W – S

Hier geht es ans Eingemachte. Fontanamare ist ebenfalls ein Welenreitspot, die Wellen können richtig groß werden und richtig schön reinlaufen. Bei West-Nordwest Wind mit 20knt. wird die Welle entspannt 2-3m hoch. Leider ist West auflandig daher solltet ihr auf einen Nordeinschlag warten. Dann wird es hier richtig gut. Viele Locals mit Waveboards sind hier. Das Panorama ist toll. Wer auf Welle steht muss hier gewesen sein.

 

CAGLIARI POETTO

 

Wind: SW – SO

Der Stadtstrand von Cagliari eignet sich ebenfalls zum Kitesurfen. Im Sommer ist es hier ziemlich überfüllt aber in der Nebensaison ist es super. Der Sandstrand ist breit genug zum aufbauen. Zu Beginn ist eh Stehtief wird dann aber relativ schnell tief. Bei ordentlich Wind gibt es eine mittlere Welle, durch den flachen Grund ist es aber nicht schwer raus zu kommen.

 

PETROL BEACH

 

Wind: SO – O

Ebenfalls sehr nah an Cagliari liegt der Petrol Beach. Er ist nicht schön, etwas steinig und wird schnell tief. Die Wellen sind etwas kleiner als in Poetto. Hier ist es etwas ruhiger, auch im Sommer. 

 

VILLASIMIUS

 

Wind: Alle

Villasimius ist eigentlich mehr eine Region. In der sich drei Kitespots befinden die eine wahre Perle an der südöstlichen Spitze von Sardinien. Der Kitestrand von Campulongu reicht vom Yachthafen bis zum Ende des Dorfs. Der Strand ist zwar lang aber auch sehr schmal. Es gibt einen kleinen Stehbereich, was das Starten erleichtert. An der Mole des Yachthafen findet ihr super glattes Wasser. Am restlichen Spot ist das Wasser choppy und bei ordentlich Wind gibt es auch Wellen, die den ein oder anderen überfordern könnten. In der Bucht befinden sich vereinzelnd größere Steine, besonders in der Mitte der Bucht. Der besondere Vorteil von Campulongu ist die unmittelbare Nähe zu Simius und Porto Guinco. Hier sind zwei Strände direkt auf der anderen Seite der Landzunge. Dadurch kann mir auf kleinstem Raum alle Windrichtungen abdecken. Soabld der Wind aus Norden kommt, wird er jedoch böig. Im Sommer ist es hier sehr voll und bei vielen Badegästen verboten.

 

PUNTA TRETTU

 

Wind: Alle

Punta Trettu ist eine lange und schmale Landzunge, die ins Meer führt. Man kann auf beiden Seiten Kiten, daher sind alle Windrichtungen möglich. Der Wind aus Norden bring ordentliche Böen mit sich. Es gibt am Ende der Landzunge ein Stehbereich in dem geschult wird. Ein toller Ort, wie zum Kitesurfen gemacht. Man kann um die Zunge herum kiten und sich als erfahrener Kiter immer aussuchen ob man ablandigen-, auflandigen- oder Sideshorewind möchte. Eigentlich perfekt. Außerdem ist der Vorteil, dass hier keine Badegästen stören und man das ganze Jahr aufs Wasser kann.

 

PORTO BOTTE

 

Wind: NW – SW

Porto Botte ist noch einmal ein richtig ruhiger Spot. Er wird von einer vorgelagerten Insel abgedeckt. Das bringt etwas weniger Wind aber auch kaum Wellen mit sich. Es gibt einen Stehbereich im nördlichen Strandabschnitt, wo auch geschult wird. Ein Spot mit viel Platz. Im Sommer ist es zu voll und daher kein Kitesurfen gestattet.

 

IS SOLINAS

 

Wind: NW – SW

Nur ein kleines Stück südlicher vn Porto Botte liegt der Spot von Is Solinas. Ein kleiner Holzsteg führt dich vom Parkplatz direkt an den Strand. Hier gibt es einen kleinen Sandstrand, kleine Wellen, einen Stehbereich und eine Kiteschule. Ideale Voraussetzungen. Im Sommer sind auch hier viele Badegäste. Es ist jedoch etwas leerer als in Porto Botte.

 

PORTO PINO

 

Wind: NW – S

Porto Pino ist ein wunderschöner Spot. Heller Sand, türkises Wasser und recht glattes Wasser. Es darf auch in den Sommermonaten gekitet werden. Allerdings nur als Kunde der “Kitesurf Sardinia School”und der “Beach Bar Oasi Azzura”. Einfach hinfahren bei der Kiteschule fragen wie es aussieht, ein bisschen Bargeld in der Hand haben oder in der Bar fragen ob ihr nach der Session etwas trinken und essen könnt.

 

CHIA

 

Wind: NW – S

Chia ist der Südzipfel von Sardinien. Der Kitespot am “Spiaggia Su Giudeu” ist breit, sandig und ziemlich schön. In der Mitte befindet sich die “Isola Su Giudeu” an die ihr nicht zu nah heranfahren solltet. Hinter dem Strand liegt eine große Lagune in der oft Flamingos stehen. Kiten ist hier verboten aber auf der Meerseite ist auch super. Es gibt anfangs einen kleinen Stehbereich, der langsam tiefer wird. Der Spot bietet bei auflandigen Winden recht große Wellen, an Leichtwindtagen geht es nicht über eine kleine Kabbelwelle hinaus. Auch hier ist der Strand im Sommer überfüllt mit Badegästen daher gibt es hier nur wenige Chancen aufs Wasser zu kommen.

Vignola Mare

Vignola Mare ist im Nordwesten der Insel. Es sind zwei Campingplätze am Spot ( Camping Baja Blu Tortuga und Camping Village Saragossa ) . Zwischen beiden Campingplätzen ist auch ein Parkplatz der ausserhalb der Saison kostenlos genutzt werden kann.

Windrichtung von N bis West. Wobei es bei West schon etwas Böig wird da der Wind über die Landzunge muss.

Strand ist in Vignola ein Kiesstrand - der aber sehr Feinkörnig ist.

Bei Wind ist die Menge an Badegästen überschaubar, da es doch zu einem beachtlichem Shorebreak kommt.